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Veröffentlicht am: 06. Juli 2026

Sprachreise der 6a nach Dublin

Der 19. Mai 2026 begann für uns, 13 Schülerinnen und Schüler der 6a, schon sehr früh am Morgen, denn bereits um 4:00 Uhr trafen wir uns am fast leeren Flughafen Wien-Schwechat, um gute zwei Stunden später abzuheben. Unser Ziel: Dublin, Irland.

Tag 1:

Um genau 7:51 Uhr irischer Zeit landeten wir sicher am verregneten Dublin Airport. Von dort holte uns ein Bus ab und brachte uns direkt in die Stadt zu unserer Sprachschule, wo wir unser Gepäck deponierten und erst einmal die Umgebung erkundeten, denn die Schule war nur wenige Minuten von der berühmten Temple Bar-Straße, dem Fluss Liffey und verschiedenen Einkaufsstraßen entfernt. Bevor wir am Nachmittag die erste Spracheinheit hatten, gingen wir zu Mittag gemeinsam zum St. Stephen’s Park und zu den angrenzenden Geschäften. Nach der Sprachschule brachte uns ein Bus zu einem Treffpunkt außerhalb der Stadt, wo bereits unsere Gastfamilien auf uns warteten. In Zweier- oder Dreiergruppen ging es zu den Häusern der Familien, von denen die meisten in Vororten nahe der Kleinstadt Swords, ungefähr eine Stunde außerhalb von Dublin, lagen.

Tag 2:

Der nächste Tag startete, nach Frühstück und individueller einstündiger Anreise mit Doppeldeckerbussen, bereits um 9 Uhr mit der zweiten gut dreistündigen Spracheinheit. Nach der Mittagspause, zum Essen bekamen wir von unseren Gastfamilien immer Lunchpakete, gingen wir gemeinsam eine Runde durch die Stadt zum bekannten Trinity College-Komplex und zum Parlament, bevor es, wie an fast jedem Abend, für das Abendessen mit dem Bus zurück zu unseren Gastfamilien ging.

Tag 3:

Am Donnerstag hatten wir nach der Sprachschule am Nachmittag eine exklusive Führung durch das drittgrößte, über 84.000 Plätze fassende Sportstadion Europas, das Croke Park-Stadion, das hauptsächlich für die zwei großen irischen Nationalsportarten verwendet wird: Beim Hurling spielen zwei 15-köpfige Mannschaften mit ca. 60cm langen Holzschlägern, den Hurleys, einen Lederball auf hohe H-förmige Tore. Die zweite Sportart, Gaelic Football, ist eine Mischung aus klassischem Fußball und Rugby, es wird mit Händen und Füßen ebenfalls auf H-förmige Tore gespielt. Die Dimensionen des Gebäudes waren beeindruckend und die Führung endete auf dem Dach mit einer großartigen Aussicht über die Stadt. Anschließend erfuhren wir vor Ort im Museum der Gaelic Athletic Association (GAA) mehr über die Geschichte der beiden Sportarten und des Stadions.

Tag 4:

Auch am Freitag ging es nachmittags zu einem Ort der Superlative, genauer zum größten vollständig ummauerten Stadtpark, dem 707 Hektar großen Phoenix Park. Dieser umfasst neben weitläufigen Grünflächen und einem Papst-Monument eine der größten freilebenden Damhirschpopulationen, die sich uns aber leider nicht zeigte. Es war ein bewölkter, gerade nicht zu heißer Tag, ideal zum In-der-Wiese-Sitzen und Plaudern. Auf dem Rückweg nahmen wir auch noch die größte Kirche Irlands, die im gotischen Stil erbaute St. Patrick’s Cathedral und die etwas kleinere Christ Church Cathedral mit.

Tag 5:

Der fünfte Tag unserer Reise war ein absoluter Höhepunkt und führte uns aus der Stadt hinaus zur Küste in das malerische Fischerdorf Howth. Um 10 Uhr, es war Samstag und wir hatten keine Spracheinheiten, trafen wir uns am Bahnhof Dublin und fuhren in einer guten halben Stunde mit dem Zug auf die Halbinsel, die im Norden der Dublin Bay liegt. Gleich beim Aussteigen rochen wir frische Meeresluft und es zeigten sich uns ein belebter Markt mit vielen Ständen und ein idyllischer Bootshafen. Ein paar Gehminuten weiter erblickten wir schließlich ein unvergessliches Gesamtbild: Das tiefblaue Meer unter dem strahlend blauen Himmel, die Steilklippen und am Horizont die Weiten des Ozeans. Wir spazierten vom Leuchtturm beim Hafen ausgehend die Klippen entlang und genossen einfach den atemberaubenden Ausblick an diesem fast schon zu heißen Bilderbuchtag an der Küste.

Tag 6:

Am Sonntag erwartete uns wieder ein sehr dichtes und abwechslungsreiches Programm: Am Vormittag verbrachten wir Zeit im Botanischen Garten, der auf einer Fläche von 20 Hektar über 17.000 Pflanzenarten beherbergt. Zu Mittag ging es weiter zur National Gallery of Ireland, wo es von weltbekannten Künstlern wie Rembrandt, Monet und Van Gogh bis hin zu lokaler irischer Malerei alles zu sehen gab. Während einige am Nachmittag in einer der bekannten Einkaufsstraßen, wie der Grafton Street, shoppten, konnten andere Museen, beispielsweise das National Museum of Archaeology, besuchen oder einfach nur den sonnigen Tag genießen. Damit ging der Tag aber nicht zu Ende, wir fuhren am Abend gemeinsam in eine Bowling-Halle und spielten ein paar Runden.

Tag 7:

Montag, der letzte ganze Tag in Dublin, und die letzte von fünf Spracheinheiten, in der wir unsere Erfahrungen der Woche präsentierten. Nach der Mittagspause, in der man ein letztes Mal in sein Stammcafé gehen konnte, besuchten wir noch das EPIC - The Irish Emigration Museum, wo wir erfuhren, wie sehr sich Elemente irischer Kultur von den Wikingern angefangen bis heute weltweit aufgrund der starken Migration ausbreiteten, egal ob Pub-Kultur, Hurling oder St. Patrick’s Day. Schließlich hatten wir am Nachmittag noch etwas freie Zeit, für das Kaufen letzter Mitbringsel oder eine Wanderung, beispielsweise zum Schloss Malahide. Ein paar Mutige kühlten sich sogar im Meer ab, denn die Sonne schien am sonst leeren Himmel bei über 25 Grad. Schließlich kam das letzte Abendmahl, eventuell ein letzter Spaziergang und die letzte Nacht.

Tag 8:

Diese Nacht auf Dienstag war wieder eine kurze, denn wir wurden bereits um 3:30 Uhr von unseren Gastfamilien zu einem gemeinsamen Treffpunkt gebracht, mit einem Bus ging es zum Flughafen, dort warteten wir schließlich vier Stunden bis zum etwas verspäteten Boarding. Um kurz nach 8:00 Uhr, im Flugzeug sitzend, dachten wir, dass wir irischen Boden gleich verlassen würden, als die Durchsage kam, dass es ein technisches Problem gab. Und dieses war eine defekte Handgepäckklappe, nur wenige Reihen vor uns. Nachdem über 50 verzweifelte Versuche, sie doch irgendwie zuzubekommen, fehlgeschlagen waren, montierten sie herbeigeeilte Techniker kurzerhand ab und unser Flugzeug hob mit einer guten Stunde Verspätung um 9:35 ab. Irland zeigte sich, wie den Großteil der Woche, zum Abschied von seiner sonnigen Seite, während des Fluges konnte man zwischen dem blauen Meer und dem wolkenlosen Himmel am Horizont die Erdkrümmung sehen.  Am 26. Mai 2026 um 13:02 Uhr österreichischer Zeit schloss sich der Kreis und wir landeten am Flughafen Schwechat, und zwar mit vielen neuen Eindrücken und Schlafmangel im Gepäck. 

Wir danken unseren Lehrern Prof. Graf und Prof. Quas, die diese großartige Woche schon lange im Voraus geplant, organisiert und durchgeführt haben. Sie haben uns damit nicht nur eine großartige Zeit als Gemeinschaft, sondern auch unvergessliche Erinnerungen und bleibende Erfahrungen fürs Leben geschenkt!

 

Rafael Toifl

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