
Erasmus-Projekt – 6B Klasse
Der Rückbesuch fand vom 1. bis 8. Juni statt: Dabei reiste die 6B gemeinsam mit Frau Prof. Thomann und Herrn Prof. Jakits nach Avilés in Spanien und wurde herzlich von den spanischen Gastfamilien aufgenommen. Darüber hinaus wurden wir vom Bürgermeister der Stadt zu einem Empfang in das Rathaus eingeladen.
Es gab ein großartiges, abwechslungsreiches und teilweise sehr herausforderndes Programm. In der Schule fand unter anderem ein Seifenworkshop statt, zwischendurch wurde Fußball und Basketball gespielt. Die Kommunikation unter den österreichischen und spanischen Schülern war mit Hilfe des Kommunikationsmittels „Fußball“ unkompliziert. Ansonsten war die sprachliche Kommunikation auf Grund eines niedrigeren englischen Sprachniveaus der spanischen Jugendlichen schwierig.
Ein Tag, der ohne die spanischen Schülerinnen und Schüler in der schönen Stadt Gijón verbracht wurde, war für alle eines der Highlights. Ein Besuch mit einer Führung im dortigen Aquarium ermöglichte es uns eine Seegurke und einen Seestern hautnah zu erleben. Die Klasse genoss den Tag am Strand, und stärkte die Klassengemeinschaft beim Flanieren durch die Stadt.
Ein zweitägiger Ausflug fand im Naturpark rund um der kleinen historischen Stadt Cangas de Onis statt. Bei einer Kanufahrt auf dem Fluss Sella konnte man Unterschiede zwischen den spanischen und österreichischen Jugendlichen beobachten. Während die spanischen Jugendlichen lautstark und Wasser spritzend den Fluss erkundeten und nicht davor scheuten, ins kalte Nass zu springen, bemühten sich die österreichischen Jugendlichen, unauffällig und leise, möglichst wenig mit dem kalten Wasser in Kontakt zu kommen. Ein aufregender Programmpunkt im Naturpark war ein Canyoning-Ausflug. Wir bewegten uns in Neoprenanzügen und Helmen durch enge Schluchten (genannt Waschmaschine!), sprangen in natürliche Wasserbecken und rutschten über Felsen. Aufgrund der sehr großen Gruppengröße kam es teilweise zu längeren Wartezeiten bei sehr niedrigen Wassertemperaturen, was den Ablauf erschwerte. Eine Höhlenerkundung und eine Wanderung zu den Gletscherseen von Covadonga zeigten uns, wie schön Asturien ist.
Kulturelle Unterschiede wurden auch im Alltag deutlich, insbesondere bei Essenszeiten und Tagesablauf. Das Abendessen fand meist erst gegen 21:30 Uhr statt, gefolgt von einem Abendprogramm bis in die späten Abendstunden. Doch bei aller Müdigkeit ließen sich alle zu einem Mitternachtsspaziergang mit Gruppenfoto vor einer berühmten, römischen Brücke überreden, und fast alle zu einem Discobesuch, bei dem sich wieder zeigte, dass Frau Prof. Thomann, genannt Thomama, trotz aller körperlichen Strapazen, beim Tanzen immer ganz vorne dabei ist.
Zu den weiteren Höhepunkten zählten ein Picknick am Meer mit regionalen Spezialitäten zubereitet von den Gastfamilien sowie ein Abschlussabend mit einer asturischen Folkloregruppe, bei dem auch ein traditioneller Tanz erlernt wurde. Außerdem durften wir das typische asturische Getränk Sidra kennenlernen, einen leicht alkoholischen Apfelwein, der auf besondere Weise eingeschenkt wird: Die Flasche wird hoch über den Kopf gehalten, der Sidra wird in ein Glas ca. 1m unterhalb „eingeschlagen“. Dadurch wird der Sidra kurz stark belüftet und bekommt sein typisches Aroma. Zum Glück verstand unter den Spaniern niemand Deutsch, denn die (laut Lehrkräfte unzutreffende) Kritik „schmeckt wie Essig“ wäre bestimmt nicht gut angekommen.
Neben den vielfältigen kulturellen Erfahrungen stärkte die Reise vor allem auch den Zusammenhalt der Klasse und schuf Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.
6B-Klasse und Fr. Prof. Thomann

