Sozialprojekttage der 7. Klassen 2017

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vor10jahren10 JAHRE SOZIALPROJEKT DER 7. KLASSEN
Im Schuljahr 2007/08 startete das Sozialprojekt der 7. Klassen, das seitdem jedes Jahr am Ende des Schuljahres stattgefunden hat. Beim Durchstöbern der Fotos von damals bin ich, Petra Thomann, auf dieses Foto gestossen und es ist genial! Damals besuchte der Schüler Stefan Riegler den Hort in Laxenburg und betreute zwei unserer jetzigen Schülerinnen aus der 7A: Melina Höfler und Lena Jeindl. Die beiden waren also schon von Beginn an dabei!
Das Sozialprojekt des Schuljahres 2016/17 ging am Mittwoch 28. Juni 2017 zu Ende. Melina und Lena und noch eingie andere Schüler/innen der 7A und 7B berichten! Außerdem gibt es neue Fotos!

 

Sozialprojekt der 7A und 7B im Schuljahr 20016/17
42 Schülerinnen und Schüler der 7A und 7B befanden sich vom 14. bis 27. Juni 2017 in den unterschiedlichsten Institutionen wie Kindergärten, Schulen, Kinderhorte, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern. Neu dabei sind Dienste im Bereich der Flüchtlingshilfe und im Sozialmarkt "Der Gute Laden". Und wer hätte das gedacht - auch zu Hause kann man sein Sozialprojekt absolvieren!
Am Mittwoch 28. Juni 2017 fand der Abschlusstag im Theatersaal des Don Bosco-Gymnasiums statt. Die Schüler/innen konnten ihre Erfahrungen untereinander austauschen, gute Erfahrungen weitergeben, schlechte Erfahrungen mit Hilfe der Klassenkameraden und den betreuenden Lehrpersonen besprechen und verarbeiten. Lustige Szenen aus dem Kindergarten wurden von 5 Kindergartenonkeln und 1 Kindergartentante aus der 7B vorgespielt und machten den Vormittag sehr kurzweilig.
Viel Spaß beim Lesen einiger Berichte wünscht Petra Thomann, Leiterin des Sozialprojektes

 

MEIN GANZ PERSÖNLICHES SOZIALPROJEKT, Antonia Sterbuzel (7A)
Ein bisschen anders als das Sozialprojekt meiner Klassenkameraden/innen, betreue ich seit 28.5.2017 meine nun 4 Wochen alte Tochter Carolina. Nicht nur die Geburt war eine Herausforderung, sondern auch das Zurechtfinden und das gemeinsame Einleben nach dem 4-tägigen Aufenthalt im Krankenhaus Mödling zuhause und auch das Stillen, das ich laut meiner Mama und auch den Krankenschwestern gut meistere.
Meine Tochter Carolina ist ein ganz braves und zufriedenes Baby. Trotzdem ist es ebenfalls eine kleine Herausforderung zwischendurch auch ein wenig Zeit für sich selbst zu finden. Seit vier Wochen hat mein Leben einen ganz neuen Mittelpunkt bekommen, die Zeit mit Carolina ist sehr spannend und ich habe immer etwas zu tun. So habe ich zum Beispiel bis heute nur ganz selten den Fernseher aufgedreht und siehe da, es geht mir nicht einmal ab. 
Das Einzige, das mich stört ist, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. :/
Ich hoffe die Zeit bleibt weiterhin so spannend und mein Sozialprojekt hat noch lange kein Ende (hoffentlich). ;)

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Meine Zeit im Krankenhaus, Gudrun Drlicek (7A)

Ich habe mich dafür entschieden, mein Sozialprojekt im Landesklinikum  Baden zu verbringen. Dadurch, dass das Medizinstudium ein möglicher Weg für meine Zukunft wäre, habe ich mir gedacht, dass ich so gleichzeitig auch Erfahrungen für später sammeln könnte.[]Zusammen mit einer Freundin, Natalie Blöckl, begann ich am 14. Juni mein Sozialprojekt. Während der Zeit im Landesklinikum sollten wir auf zwei Stationen mithelfen. Für mich waren das einerseits die Unfallchirurgie und andererseits die Interne Station mit nephrologischem (Nierenerkrankungen) und hepatologischem (Leber-/Gallenwegeerkrankungen) Schwerpunkt.
 Mein Tag während der Zeit auf der Unfallchirurgie begann in aller Frische um 6:30 Uhr mit der Dienstübernahme. Danach war meistens das Frühstück austeilen dran, gefolgt von der Visite, bei der ich jeden Tag mitgehen durfte. Natürlich habe ich anfangs nicht sehr viel verstanden, aber nachdem ich die Patienten etwas kennengelernt habe, wusste ich nach einer Zeit wovon die Rede war. Nach der Visite standen dann meist Visite ausarbeiten, Medikamente herrichten und den Patienten helfen (falls ich es konnte)/ mit ihnen Zeit verbringen am Programm.
Die Interne Station war ein guter Gegensatz zur Unfallchirurgie. Auf dieser Station war es viel ruhiger und ich muss sagen, dass das ganze Klima auch etwas angenehmer war. Andererseits war auf der Unfall immer was los und dort habe ich aus medizinischer Sicht etwas mehr gelernt. Trotzdem, mit Ausnahme von ein paar Änderungen, entsprachen meine Aufgaben dort (Interne) ca. denen auf der Unfallchirurgie.  
Generell kann man sagen, dass ich auf beiden Stationen das meiste durch Zuhören und Zuschauen gelernt habe. Ich durfte bei vielen Untersuchungen zuschauen, einen OP im Zuge einer 2 ½ stündigen Operation von innen sehen, einen Tag auf der Ambulanz der Internen Station verbringen, viele neue Bekanntschaften machen und ich durfte das Krankenhausleben auf eine umfassende Art und Weise täglich bis 13:30/ 14:00 Uhr kennenlernen.[]Abschließend kann ich sagen, dass ich für jede Erfahrung, egal ob gut oder schlecht, dankbar bin, denn sie alle sind wertvolle Erfahrungen für mich. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, in das Krankenhausleben etwas reinzuschnuppern und, dass ich anderen Menschen, auf welche Art auch immer, helfen konnte.

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Lena Jeindl (7A) und Marlies Klimacek (7B), Therapie am Pferd - Pferde stärken in Moosbrunn

Lena und ich wollten uns kurz vor Ende des Sozialprojekts melden und über die vergangene Zeit berichten!
In den vergangenen eineinhalb Wochen haben wir sehr viel kennengelernt, Dankbarkeit erfahren und Vertrauen geschenkt bekommen. Sei es von Klienten, den Tieren oder dem Pferdestärken-team, alle von ihnen zeigen uns täglich, dass sie Spaß mit uns haben, unsere Hilfe schätzen und uns gerne bei sich haben.
Wir haben nicht nur einige sehr interessante Menschen mit verschiedensten Krankheiten und Einschränkungen kennengelernt, sondern auch mit ihnen arbeiten dürfen. Gleich von Anfang an sind wir voll und ganz ins Team mit einbezogen worden, wodurch wir uns natürlich sehr wohl gefühlt haben.
Außerdem wurden uns die Tiere anvertraut. wir dürfen mit den Pferden arbeiten, was natürlich auch wieder jede Menge neue Erfahrungen mit sich bringt, da Lena und ich nur unsere, zum Reitsport ausgebildeten, Pferde kennen und mit den Therapiepferden erst Bekanntschaft machen mussten. doch auch das klappt überraschend gut!
Zu guter letzt freut es uns jeden Tag, wenn sich die Mitarbeiter des Pferdestärken-Teams bei uns bedanken. sie geben uns das Gefühl, dass wir ein Teil ihres Teams sind und ihnen eine große Last von den Schultern nehmen. heute, Samstag, wurde uns beiden der Stalldienst aufgetragen, und das ganz alleine. Das Team ist nämlich auf einer charity-Veranstaltung mit einer Spendenaktion für die Vergrößerung ihrer Anlage eingeladen und Lena und mir wurde der Dienst übergeben. Darüber haben wir uns natürlich außerordentlich gefreut, da es nicht selbstverständlich ist, zwei Mädchen die Anlage und die Tiere nach so kurzer Zeit anzuvertrauen!
Am Mittwoch, nach der Auswertung verlängern wir unser Sozialprojekt noch um einen Tag, da uns Frau Professor Geringer mit ihrer vierten Klasse besuchen kommt und wir dürfen den Schülerinnen und Schülern eine kleine "Einschulung" geben, gefolgt von einem Vortrag von Andrea, der Leiterin. darauf sind wir auch schon sehr gespannt!

Schlussendlich können Lena und ich nur sagen, dass wir mehr als glücklich mit unserem Sozialprojekt sind! Soviel Dankbarkeit und Vertrauen zu bekommen ist für uns kaum vorstellbar gewesen und wir können uns vorstellen in Zukunft, falls Not am Mann herrschen sollte, immer wieder zurückzukehren und mitzuhelfen wo es nur geht!

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Höfler Melina (7A):

Ich durfte meine Tage im Rahmen des Sozialprojektes an der Karl Schubert Schule in Wien verbringen. Diese Schule ist für seelenbedürftige Kinder, welche vom Kindergartenalter bis zur 12. Klasse die Schule besuchen können. Die Kinder bzw. Jugendlichen sind betroffen von Autismus, Downsyndrom, ADHS bzw. diverse andere Gendefekte. [] Ich durfte meine ersten Tage in der 1. Klasse verbringen. Ich wurde sofort von den Kindern angenommen, von den Betreuern integriert und hatte eigentlich keine Anfangsschwierigkeiten. Natürlich ist man am Anfang vielleicht bisschen überfordert von den ganzen Eindrücken, jedoch muss sich sagen, dass es sich am zweiten Tag wieder gelegt hat. Es wird in der 1.Klasse darauf geachtet einen routinemäßigen und strukturierten Alltag zu haben, wie zum Beispiel das tägliche Morgenritual im Saal oder ein Gedicht/Lied vor und nach dem Essen, damit die Kinder immer wissen wann eine bestimmte Stunde beginnt bzw. beendet wird. []Es waren unvergessliche Tage und ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln. Ich bin sehr dankbar für diese Chance und werde die Einblicke die ich bekommen durfte nicht vergessen. Ich merke einen großen Unterschied beim Umgang. Ich gehe viel sicherer mit ihnen um und habe überhaupt keine Berührungsängste. Ich kann diese Schule sehr empfehlen für die, welche sowohl mit kleinen Kindern als auch mit Kinder im Jugendalter arbeiten wollen. Manche bauen auch eine Bindung zu dir auf, was den Abschied sehr schwer macht.


Messetler Annika (7A)

Im Zuge des Sozialprojekts vom 14. bis 27. Juni 2017 habe ich mein Praktikum im Niederösterreichischen Landeskindergarten in Deutsch Brodersdorf verbracht.
Bereits am ersten Tag wurde ich sowohl von den Betreuerinnen als auch von den Kindern sofort aufgenommen, als wäre ich schon immer ein Teil des Teams gewesen.
Im Laufe dieser neun Tage durfte ich in den Alltag einer Kindergärtnerin hineinschnuppern und den täglichen Ablauf kennenlernen.[]Zu den Highlights zählte für mich, dass mich das ganze Team sofort aufgenommen hat und mir von Tag 1 an Vertrauen geschenkt hat. Ich hatte das Glück mit vielen verschiedenen Kindergärtnerinnen zusammen zu arbeiten, die mir verschiedenste Aufgaben anvertraut haben und mir auch die ganze schriftliche Arbeit gezeigt, die sie so täglich machen mussten (zB: Tagesabläufe aufschreiben, Protokolle oder Anwesenheitslisten, etc. ).
Dank ihnen erhielt ich wirklich einen guten Einblick in diesen Beruf.
Ein weiteres Highlight waren die großen Bastelarbeiten, bei denen jedes Kind seinen Teil beigetragen hat, um am Ende ein tolles Bild zu erhalten.
Auch die Geburtstagsfeiern haben sehr viel Spaß gemacht. Außerdem gefiel mir sehr gut, dass man, obwohl die Kinder  noch sehr jung sind, bereits in diesem Alter und auch kurzer Zeit das Wesen der Kinder so gut erkennen kann.
Am Ende kann ich nur sagen, dass dies eine herzliche und auch lustige Erfahrung für mich war, da ich jedes einzelne der Kinder innerhalb dieserkurzen Zeit in mein Herz geschlossen habe.

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Sozialprojekt, Tag 1, 14. Juni 2017, Brunner Nadine (7A):
Mein erster Tag in der Lebenshilfe Pischelsdorf war grandios. Als ich um 8:00 Uhr gekommen bin, wurde ich von allen Klienten sowie Betreuern aufs Herzlichste begrüßt. Martin, einer der Betreuer, hat mir gesagt, ich solle mich einfach irgendwo dazusetzen. Ich habe mich zu einer älteren Klientin gesellt und ihr geholfen, ein Puzzle zusammenzusetzen. Als das Puzzle dann fertig war, hat Martin mich gebeten, zu Renate, einer weiteren Betreuerin, zu gehen und ihr mit dem Entkernen von Kirschen für das Zubereiten einer Marmelade zu helfen. Während dieser Aufgabe, bei der auch manche Klienten mithalfen, habe ich Jessica, eine achtzehnjährige Epileptikerin näher kennengelernt und mich mit ihr angefreundet. Als wir dann – nach vier Stunden, wobei eine Stunde aus der Mittagspause bestand – mit dem Entkernen der Kirschen fertig waren, haben Jessica und ich dreimal Memory gespielt, wobei ich dreimal verloren habe. Als mein Dienst um 16:00 Uhr dann geendet hat und ich nach Hause gefahren bin, war ich mir in einer Sache hundertprozentig sicher: Jessica und ich sind auf dem besten Weg, Freundinnen zu werden. Worin ich mir aber nicht sicher bin, ist, ob ich den Kirschsaft jemals wieder aus meinen Haaren bekommen werde.

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Fortsetzung: Tag 2 (19. Juni 2017)
Der heutige Arbeitstag hat genau so begonnen, wie der letzte aufgehört hat: Mit einem Memory-Duell gegen Jessica. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich diesmal das Spiel für mich entschied. Das konnte Jessica natürlich nicht so auf sich sitzen lassen und so haben wir dann in Summe achtmal gespielt. Und ein ums andere Mal habe ich gewonnen. Aber natürlich bestand mein Tag nicht nur aus Memory. In dieser Woche hat Jessica Küchendienst, was bedeutet, dass sie den Speisesaal herrichten muss: Geschirrspüler ein- und ausräumen, Tische säubern und anschließend decken. Mit dem Einverständnis von Martin habe ich ihr dabei geholfen. Während wir den Speisesaal auf Vordermann brachten, haben wir uns durch Geschichten aus unserem jeweiligen Leben besser kennengelernt. Ich war fast enttäuscht, als wir dem Küchendienst abgeschlossen hatten, weil somit unsere „Kennenlern- und Geschichtenerzählzeit unter vier Augen“ vorüber war. Nach der Mittagspause habe ich dann bei der sogenannten Industriearbeit geholfen, bei der die Klienten Dinge herstellen, die später in Fabriken verarbeitet werden. Wir haben aus je einem Gummiplättchen mit einem Loch in der Mitte und einem spezifisch gebogenen Metallteilchen einen kleinen Bestandteil für ein Auto angefertigt. Zum Abschluss des Tages haben Jessica und ich dann noch einmal Memory gespielt. Jessica hat geschworen, dass sie diesmal gewinnt, aber sie hatte gegen mich einfach keine Chance. Bevor ich dann um 16:00 Uhr nach Hause gefahren bin, haben Jessica und ich noch Handynummern ausgetauscht – der erste Schritt für eine enge und wertvolle Freundschaft.

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 Fortsetzung: Tag 3 (20. Juni 2017)
Heute stand, wie jeden Dienstag, Sport auf dem Programm, was bedeutet, dass die ganze Lebenshilfe-Gemeinschaft – also alle Betreuer und Klienten zusammen einen Spaziergang machen. Also sind wir in flimmernder Hitze durch halb Pischelsdorf bis zum Götzendorfer Fun Court gewandert – quasi Völkerwanderung im Kleinformat. Jedenfalls hat sich die Gruppe dort zweigeteilt: die eine Hälfte hat Fußball gespielt, die andere – bei der ich dabei war – hat Boccia gespielt, habe aber ziemlich schnell entdeckt, wie viel Spaß es macht – und wie ungeschickt ich bin, wenn es darum geht, Kugeln an eine gewisse Stelle zu befördern. Dann, auf dem Rückweg zur Werkstätte, habe ich mich mit Peter, einem älteren Klienten unterhalten, der mittlerweile seit zweiunddreißig Jahren in der Lebenshilfe ist. Er hat mir einiges über die Geschichte der Lebenshilfe erzählt, darüber, wie sich die Werkstätte im Laufe der Zeit entwickelt hat und welche Unterschiede es im Gegensatz zu früher gab. Als wir dann wieder in der Lebenshilfe waren, habe ich mich – so wie gestern – an der Industriearbeit beteiligt und Jessica dann mit dem Küchendienst geholfen. Nach der Mittagspause habe ich mit Silvia, einer weiteren Klientin, Schreiben geübt. Danach habe ich zusammen mit einigen Klienten ein paar Partien UNO gespielt. Schließlich habe ich den Arbeitstag traditionsgemäß mit einer Runde Memory mit Jessica beendet. Zwar habe ich heute wieder viele Erfahrungen gewonnen – ich weiß jetzt zum Beispiel, wie man Boccia spielt – das Memory-Duell habe ich allerdings verloren.

Fortsetzung: Tag 4 (21. Juni 2017)
Heute habe ich versucht, mit so vielen Klienten wie möglich Kontakt aufzunehmen, habe mit unterschiedlichsten Personen verschiedenste Puzzles zusammen gesetzt und anschließend eine UNO-Tischrunde gegründet, von der ich überzeugt bin, dass sie in den nächsten Tagen noch das ein oder andere Mal auf ein Spiel zusammenkommt. Aber natürlich durfte auch die Industriearbeit nicht fehlen, allerdings ist sie heute eher im Hintergrund meiner Arbeit gestanden, denn heute habe ich, wie bereits erwähnt, eher auf den sozialen Kontakt mit den Klienten als auf die Materialproduktion geachtet. Vor der Mittagspause stieß dann meine Betreuungslehrerin, Frau Professor Ofner, zu mir in die Lebenshilfe und hat sich erkundigt, wie es mit meinem Sozialprojekt insgesamt läuft. Sowohl ich als auch Martina Kargl, die Leiterin der Lebenshilfe Pischelsdorf, konnten nur Positives berichten. Natürlich stand auch wieder Küchendienst mit Jessica an, was für mich mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Nach der Mittagspause habe ich mich mit Martina zu einem Gespräch zusammengesetzt, bei dem wir uns über unsere jeweiligen Eindrücke bezüglich meiner Arbeit unterhalten haben, das mit einem großen Lob seitens Martinas endete. Ich ging mit der Motivation in den Nachmittag, in meinem Bemühen nicht nachzulassen und mich weiterhin anzustrengen, um mein Bestmöglichstes zu leisten. Nach dem Gespräch ging ich zurück zu den Klienten. Nach einigen Partien UNO habe ich mich dann zu Esra, einer jungen Klientin, die in ihren Sprechfertigkeiten eingeschränkt ist, gesetzt und mich, so gut es ging, unterhalten. Wir haben auch geübt, Wörter und Namen auszusprechen und somit ihre verbalen Kompetenzen trainiert. Als ich dann um 16:00 Uhr nach Hause gefahren bin, wurde mir plötzlich bewusst, dass schon die Hälfte meines Praktikums vorüber ist. Aber ich habe mir geschworen, auch nach dem Ende des Sozialprojekts die Werkstätte ab und an zu besuchen.

Fortsetzung: Tag 5 (22. Juni 2017)
Der heutige Vormittag war vollkommen anders als die vorhergegangenen, denn von 8:00 bis 12:00 Uhr gab es keine Spiele und keine Industriearbeit. Heute Morgen war nämlich Ingrid, eine Musiktherapeutin, in der Lebenshilfe, die mit den Klienten gearbeitet hat. Zuerst hat Ingrid mit insgesamt acht Personen – mit sieben Klienten und mir - eine Biodanza-Stunde angeleitet, bei der es darum ging, durch tänzerische Übungen seine spirituelle Mitte zu finden, sowie den Einklang mit einem Partner oder einer ganzen Gruppe zu spüren. Nach dieser Biodanza-Stunde hat Ingrid die anderen Klienten, die aufgrund ihrer physischen und psychischen Einschränkungen nicht beim Tanzen mitmachen konnten, eingeladen, sich zu uns zu gesellen und als große Gruppe mit diversen Instrumenten – Trommeln, Klanghölzer, Tamburin, usw. – zu musizieren. Und dann, nach einer halben Stunde Orchesterspiel, kam auch schon die Mittagspause. Nach dem Mittagessen habe ich zuerst einige Male mit Jessica Memory gespielt, wobei sich meine Siege und Niederlagen so ziemlich ausglichen. Danach habe ich mit Hannes, einem älteren Klienten, mithilfe von Lernspielen dessen Kompetenzen trainiert. Danach war der Tag eigentlich schon fast zu Ende. Die letzte halbe Stunde habe ich mich dann zu Esra in die Kuschelecke gesetzt und ein bisschen mit ihr geredet. Und dann war es auch schon 16:00 Uhr und ich bin nach Hause gefahren.

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Fortsetzung: Tag 6 (23. Juni 2017)
Freitags hat die Lebenshilfe Pischelsdorf nur bis 12:00 Uhr geöffnet – mein Arbeitstag war also nur relativ kurz. Aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze und somit war mein Tag einfach großartig. Heute hatte ich nämlich – mit dem Einverständnis der Leiterin Martina - meine Hündin, Anina, mit in der Werkstätte – und alle Klienten sowie Betreuer waren begeistert. Nach dem Frühstück waren wir alle zusammen spazieren – allerdings wurden wir von einem plötzlichen Regen überrascht und waren, als wir dann endlich in die Werkstätte zurückkamen, bis auf die Haut durchnässt – was aber keineswegs die in der ganzen Lebenshilfe herrschende gute Laune zerstörte. Aufgrund des kurzen Tages blieb eigentlich kaum Zeit für Industriearbeit und somit hatten alle Klienten genügend Zeit, Anina zu streicheln – was dieser auch nur recht war. Am allerschönsten war es, dass auch Astrid, die weder gehen noch sprechen kann, Anina gestreichelt hat und davon ziemlich begeistert zu sein schien. Natürlich durfte auch das Memory-Duell mit Jessica am heutigen Tag nicht fehlen. Wir haben zweimal gespielt – jeder von uns hat einmal gewonnen und einmal verloren. Und dann – um 11:15 Uhr – kam auch schon das Mittagessen. Danach bin ich mit Anina nach Hause gefahren. Jetzt sind es nur noch zwei Tage, die Zeit vergeht viel zu schnell, die Arbeitstage sind viel zu kurz.
Abschließende Worte: Bevor ich am letzten Tag heimgefahren bin, hat mich Martina, die Leiterin, beiseite genommen, um sich von mir zu verabschieden. Sie hat mir im Namen der Lebenshilfe einen kleinen Plüschhund und selbstgemachte Marmelade geschenkt. Und dann kam der Abschied von all den vertrauten Gesichtern, all den Leuten, die ich in den letzten Tagen ins Herz geschlossen hatte. Aber ich werde alle Klienten und Betreuer in nicht allzu langer Zeit wiedersehen, weil ich die Lebenshilfe so bald und so oft ich kann besuchen werde – das habe ich versprochen.


Paul Riedl (7B)
beschreibt seinen Einstieg in das Don Bosco Flüchlingswerk Austria und einen weiteren Tag:

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Tag 1
Heute war ein ziemlich ruhiger Tag. Bin gegen 10 angekommen hab mein Fahrrad abgestellt und ein paar Bewohner vom Haus gefragt, wo ich hin muss. Bin dann ins Büro. Dort hab ich mal alles erklärt bekommen. Hauptsächlich ging es um ihr System, in dem sie alles aufs kleinste Detail eintragen. Eine Führung durchs Haus war auch dabei. Dann haben wir durchgeschaut, was es so zu tun gibt. Ich hab dann mit einem Mitarbeiter eine Tür repariert und mit den Bewohnern gemeinsam wieder eingehängt. Hab mich mit den Bewohnern noch lange unterhalten. Einem namens Mustafa hab ich beim Deutschlernen geholfen. Ziemlich anstrengend. Dann noch mein Papierzeugs ausfüllen müssen und dokumentiert, was ich gemacht habe am Tag und dann gegen 16 Uhr wieder mit dem Rad gefahren.

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Tag 2 (Feiertag)
Ich bin gegen 12 Uhr gekommen und hab viel mit den Burschen geredet und mit denen, die nicht fasten, gegessen. Sie haben mir über sich erzählt und was sie noch so vorhaben. Dann habe ich wieder Mustafa Beim Deutsch lernen geholfen. Dieses Mal hab ich auch gezeichnet um ihm zb zu erklären, was der Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl ist und um Pronomen besser erklären zu können. Ich war überrascht wie anstrengend das sein kann. Dann hab ich noch zugeschaut, wie jemand aus der Pfarre einem von den Flüchtlingen Nachhilfe gegeben hat.

 

Sabrina Komarek (7B) absolvierte ihre Sozialtage im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien:

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Ich bin auf der Station "Akutgeriatrie" (Remobilisierung von Leuten über 65), das konnte ich mir aber nicht aussuchen, weil so viele Praktikanten im Krankenhaus arbeiten. Genau mit dieser Altersgruppe wollte ich auf KEINEN FALL arbeiten, weil viele Menschen in diesem Alter (!besonders im Krankenhaus auf dieser Station!), depressiv, sowie verbal und motorisch stark eingeschränkt sind, einige sogar am Ende ihres Lebens stehen.
Am Anfang hat mich das stark mitgenommen, man lernt aber unerwartet rasch damit umzugehen.
Die Mitarbeiter sind alle !unglaublich! nett und dauernd bemüht einem Aufgaben zu erteilen (Schrittezähler hat am stressigsten Tag 23 000 Schritte gezählt), dazu zu sagen ist aber dass man ohne einer Ausbildung in diesem Bereich nicht direkt mit den Patienten arbeiten darf. (Körperpflege, Blutdruck/-zuckermessen, beim Aufstehen helfen, usw.)
Ich spiele hauptsächlich Schatten der Ärzte und Pfleger, was unglaublich interessant sein kann, bringe Essen, bin Dienstbotin (Proben von einer Station in die nächste bringen) und (das ist am coolsten) darf bei Ergotherapien, Besuchen der Diätologin, psychologischen Untersuchungen usw. dabei sein!

Alles in Allem kann ich jedem, der im Krankenhaus, besonders im Pflegebereich, arbeiten möchte, ein Sozialpraktikum bei den Barmherzigen Brüdern von bestem Herzen empfehlen! (Von 7 in der Früh bis 13 Uhr zu arbeiten ist am interessantesten, da zu der Zeit dauernd was passiert, am Nachmittag kanns fad werden)


Jonah Wögerbauer (7B)
im evangelischen Montessori Kinderhaus der Erlebnisschule in Maria Enzersdorf:

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Erster Tag/ 14.6.17
Ich wurde sehr freundlich empfangen. Meine Cousine, die Leiterin des Montessori Kinderhauses führte mich durch den Kindergarten und durch das Schulgebäude. Im Kinderhaus gibt es insgesamt 3 Pädagogen, mit mir sind es jetzt 4, die für 28 Kinder zwischen 3 und 6 Jahre zuständig sind. Die Kinder sind alle total lieb und sind sofort auf mich zugegangen und umgekehrt. Der erste Tag war vielfältig, doch Schwerpunkt war heute die Geburtstagsfeier eines Kindes, welches mit besonderen Ritualen gefeiert wurde. Ich habe mit den Kindern gespielt, in der Sandkiste  mit den Buben Burgen gebaut, Beeren gepflügt, Bücher vorgelesen und beim Essen/ Jause richten geholfen. Es hat mir Spaß gemacht und der erste Eindruck war schon mal sehr positiv, aber der Tag war auch sehr anstrengend und kräfteraubend.

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